Silberbergwerk-Suggental

Bergbauwanderweg

Wanderungen durch die Bergbaulandschaft

Im Umkreis des beim Bürliadamshof von der Bergbauforschungsgruppe untertage erschlossenen Silberbergwerkes finden sich weitere vielfältige Zeugen des Silber- und Eisenbergbaus, die auf einem dichten Netz von Wanderwegen leicht zu erkunden sind. Am besten nutzt der interessierte Wanderer den ausgeschilderten Bergbau-Wanderweg mit seinen fünf Stationen bzw. Schautafeln. Ausgangspunkt ist der Parkplatz beim Suggenbad.

Ein neu ausgeschilderter und erweiterter Bergbauwanderweg wird von der Bergbauforschungsgruppe zur Zeit konzipiert und mit der Gemeinde Suggental in naher Zukunft realisiert.

Schon am Talausgang entlang der Kreisstraße befinden sich rechter und linker Hand zwei Stollenmundlöcher. Beim Suggenbad befindet sich ein bei Straßenbauarbeiten leider verschüttetes, zu einem Tiefstollen gehöriges Mundloch, dessen Position sich durch den ständigen Wasseraustritt noch ermitteln lässt. Wenige Meter weiter oben liegt die erste von insgesamt zwei eindeutig zuweisbaren Schachtpingen, die auf diesem Stollen aufsitzen. Von hier aus geht es oberhalb vom Ort entlang der nördlichen Talseite bergauf. Unter dem Wanderer taucht das Ortszentrum Suggentals auf mit der Ortsverwaltung, der Kirche, die 1836 die alte Bergmannskirche im obereren Tal ersetzte, und der Silberberghalle. Die Mühe des Anstiegs wird durch einen wunderbaren Ausblick über die Freiburger Bucht und die Buchholzer Rebberge bis hinein ins Brettental mit der Hochburg belohnt. Schließlich erreicht man den 519 m hoch gelegenen Hornbühl, in mitten bergbaulichem Terrain. Rund um den Gipfel liegen zahllose Stollen und Schächte, der einst auf Eisenerze und vielleicht auch auf Gold und Silber betriebenen Gruben. Allein vier Stolleneingänge sind heute noch auszumachen. Bald geht es wieder bergab in südlicher Richtung zum Zentrum des mittelalterlichen Bergbaus. Der Verlauf eines Erzgangs oberhalb vom Grabenhof offenbart sich beim Abstieg durch eine beeindruckende Reihe zahlreicher Pingen und Halden. Im Talgrund erwartet den Wanderer als Höhepunkt das Silberbergwerk Suggental mit ihrem hoch aufragenden Förderturm.

Unterhalb des Besucherbergwerks beim kleinen Parkplatz ist vor langer Zeit ein Erzgang durch einen nur wenige Meter tiefen Schurfstollen und zwei Querschläge erkundet worden. Beim Vogelsanghof befindet sich ein alter Schacht, der erst vor wenigen Jahren gesichert werden musste. Im Wald südwestlich des Hofes gleich hinter der 1670 gepflanzten Kastanie lässt sich derselbe Erzgang weiter in Richtung Wisserhof verfolgen. Auf ihm soll vor allem in der Renaissance Bergbau auf Eisen betrieben worden sein. Hier konnte man früher noch über eine Pinge einige Meter weit in die alten Stollen vordringen. Beharrlich hält sich die Überlieferung, dass man in alten Zeiten vom Vogelsanghof durch den Stollen zum Wisserhof auf der Glottertäler Seite gelangen könne. Vom Wissereck kommt man über das Schlosswaldeck beim Heidelbeereckle zum Lusersattel. Entlang des Weges finden sich mehrere Stollen, Schächte und Halden. Als Teil über 20 Kilometer langen Wasserleitung gruben die Bergleute im 13. Jahrhundert einen etwa 70 Meter langen Stollen durch die Wasserscheide, um Wasser zu den Bergwerksanlagen zu leiten. Der Stollen war von der Suggentaler Seite aus 50 Meter bis zu einem Verbruch befahrbar, ist nun aber wieder verstürzt. Vom Luser aus hat man die Gelegenheit, entlang des Badbächle ins Glottertal abzusteigen, vorbei an weiteren vielfältigen Zeugen des mittelalterlichen Bergbaus.


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