Silbersteig & Silberbergwerk Suggental
Silberbergwerk Suggental

Die Führungen 

Die Geschichte des Bergbaus im Suggental lässt sich am besten auf einer Führung durch die zugänglichen Stollen und Schächte erleben.

 

Unser alljährliches Stollenfest findet 2018 am Samstag, den 06. und Sonntag, den 07. Oktober statt. Unser Fest wird zusammen mit dem Musikverein Suggental veranstaltet. Neben Führungen findet auch ein Verkauf von Schwarzwälder Mineralien statt. Für das leibliche Wohl mit Musikalischem Rahmenprogramm ist ebenfalls gesorgt.

 

Zudem bieten wir an zwei weiteren Terminen Führungen ohne Voranmeldung an. In diesem Jahr an folgenden Tagen:

 

Samstag, 30. Juni 2018 von 13.00 bis 18.00 Uhr

Samstag, 28. Juli 2018 von 13.00 bis 18.00 Uhr

 

Die beiden unterschiedlichen Führungen sind auch auf Anfrage an unsere E-Mailadresse (info (at) silberbergwerk-suggental.com) oder über das Kontaktformular möglich. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Führungen AUSSCHLIESSLICH am Wochenende durchführen – Ausnahmen wochentags NUR ab 17.00 Uhr. Die Anmeldung MUSS mindestens 14 Tage im Voraus erfolgen.

Eintrittspreise:

St. Anna-Stollen:

Erwachsene 3,00 €

Kinder (unter 6 Jahren frei) 1,50 €

Gruppen unter 5 Personen Pauschal 15,00 €

 

St. Josephi-Stollen:

Erwachsene 10,00 €

Kinder 5,00 €

Für Gruppen unter 5 Personen Pauschal 50,00 €

Große Führung im St. Josephi Stollen

Der St. Josephi Stollen ist auf einer Länge von rund 340 Metern für die Öffentlichkeit begehbar. Er ist auf ganzer Länge beleuchtet. Auf der Stollensohle läuft das Grundwasser zum Stollenmundloch hin und verschwindet dabei teilweise in Schächten und Spalten. Die Schächte sind mit Grundwasser gefüllt und zeigen je nach Jahreszeit und Witterung unterschiedliche Wasserstände. Die ersten Meter sind zur Sicherung des Stollens mächtigen Steinplatten vermauert. Bald ist das Gneis-Grundgebirge erreicht und nach etwa 50 m erreicht der Stollen den abgebauten Erzgang. Hier folgt eine der Schlüsselstellen der Grube, ein acht Meter langes, mit Schlägel und Eisen im Mittelalter aufgefahrenes Stollensegment von 0,9 m Höhe und 0,6 m Breite. Hier kommt man nur im Entengang oder auf den Knien durch. Letztere werden dabei kräftig nass, da auf der Stollensohle kontinuierlich Wasser fließt. Nach rund 130 Metern erreicht man durch eine Wettertüre die erste größere Halle in der zwei weitere Schächte und die Förderanlage zu sehen sind. Man befindet sich also direkt unter dem Förderturm. Es bietet sich ein imposanter Blick auf die Gangvererzung an der Stollenfirste.

Etwa 80 m weiter erreicht man die nächste Halle mit der ersten der sechs Fahrten, die steil nach oben zum St. Anna Stollen führt. Aber zunächst darf der Besucher im St. Josephi Stollen weiter, vorbei am sogenannten Hanfseilschacht mit einer durch ein Förderseil hervorgerufenen Einkerbung im Schwerspatgang. Im Anschluss erreicht die Führung einen weiteren Höhepunkt: eine kleine Weitung mit grünen aus wasserhaltigem Kupfersilikat (Chrysokoll) bestehenden Stalaktiten. An der Firste tauchen im Licht der Grubenlampen Mineralgängchen mit blauem Azurit und grünem Malachit auf. Hier ist die große Führung zu Ende.

Mundloch des St. Josephi Stollens

Die Engstelle 

Auf der Fahrt nach oben

Kleine Führung im St. Anna Stollen

Die kleine Führung durch den St. Anna Stollen ist für alle Altersklassen geeignet. Sie führt 56 m ebenerdig in den Berg hinein. Man kann aufrecht gehen. Gleich hinter dem Stollenmundloch befindet sich eine Nische mit der Heiligen Barbara, auch die heutigen Bergleute brauchen schließlich eine Schutzheilige! Kurz danach folgt rechter Hand ein Querschlag mit einem nachgebauten Grubenhund auf dem Hundslauf und geschmiedeten Werkzeugen des Bergmannes. Hier erläutert der Führer die Arbeit der Hauer und die verschiedenen bergmännischen Tätigkeiten untertage. Nach der Unterquerung des hier wenig mächtigen Schwerspatganges ist der heutige Ausbau des Stollens mit Türstöcken aus Stahl zu sehen. Als Kontrast findet sich ein nur wenige Jahre alter Türstock aus Holz, völlig morsch und von Pilzen besiedelt. So kann man sich gut vorstellen, wieviel Holz im Mittelalter zum Ausbau der Bergwerke nötig war und dass es sehr häufig ausgewechselt werden musste. Der nächste Querschlag liegt direkt in einer mächtigen Ruschelzone, also einer Störungszone, in der der Gneis vollständig in ein helles toniges Gestein umgewandelt ist. Die alten Bergleute hatten wahrscheinlich gehofft, hier Silbererze zu finden, aber außer Pyrit und Rost war nichts zu holen. In einer Nische ist eine Bergbaulandschaft dargestellt und kleine Tonfiguren verdeutlichen die verschiedenen Tätigkeiten der Bergleute. In einer Ecke rauscht ein kleines Wasserrad. Hinten am Stollenende tropft vermehrt Wasser von der Decke. Hier hat man im letzten Jahrhundert noch angefangen, einen der Bewetterung dienlichen nach oben führenden Schacht aufzufahren, hat dies aber kurz vor Erreichen der Oberfläche aufgegeben.

Wieder zurück am Stollenmundloch geht es jetzt rechts in einen Querschlag, der zum 29 m tiefen Schacht führt, über den die Besucher der großen Führung ausfahren. Es bietet sich ein beeindruckender Blick in den Schacht hinunter mit seinen sechs Fahrten. Linker Hand vom Eingang, befindet sich ein weiterer Querschlag mit einem Blindschacht. Hier ist eine funktionierende Saugpumpe aus Holz aufgebaut, mit der die Gäste und insbesondere die kleinen Besucher Wasser aus dem ca. fünf  Meter tiefen Schacht mit eigener Kraft hochpumpen können.  

Mundloch St. Anna Stollen

Diorama im Anna Stollen

Auf der Bergwerkshalde